Aktuelles


Exkursionskalender 2012 und -rückblick

Hochwasser an Mosel und Kyll, 2011

Bedrohte Schwarzpappel wieder im Moseltal

Titelblatt von Dendrocopos Dendrocopos: Eine naturkundliche Zeitschrift

Naturobjekte 2011

Baumfällungen  auf der Kenner Flur Geplante Baumfällungen auf der Kenner Flur

Wie die Landschaft (angeblich) des Bauen prägt

RT trifft OB

Golfpark Tawern/Fellerich

Kahlschlag an der A602

Naturschutzgebiet Mattheiser Wald












Exkursionen 2012



Natürlich führen wir auch in diesem Jahr interessante Exkursionen durch; die Planungen des Exkursionskalenders für 2012 sind abgeschlossen. Informieren Sie sich hier über das vielfältige Programm.

Da das Jahr noch jung ist, können wir bisher noch keine Exkursionsberichte anbieten. Mitte des Jahres werden Sie jedoch bestimmt an dieser Stelle welche lesen können. Bis dahin, bitte etwas Geduld.


Impressionen der Exkursionen in diesem Jahr





Hochwasser an Mosel und Kyll, 2011


Blick von der Ehranger Kanzel auf Kyllmündung
Wie mittlerweile jedes Jahr gab es diesmal Anfang Januar für Hochwasser-Touristen an der Mosel und seinen Nebenflüssen wieder etwas zu sehen:
An der Mosel beim Pegel Trier wurde am 8.1.2011 der Höchststand mit 8,79 m und an der Kyll bei Kordel am gleichen Tag mit 4 m gemessen.

Zum Thema „Hochwasser“ ein kurzes Zitat aus der EG-Hochwasserrichtlinie:
Oberirdische Gewässer sind so zu bewirtschaften, dass so weit wie möglich Hochwasser zurückgehalten, der schadlose Wasserabfluss gewährleistet und der Entstehung von Hochwasserschäden vorgebeugt wird.

Die Bilder in den folgenden PDF-Dokumenten datieren vom 8.1.2011, aufgenommen von Manfred Weishaar (NABU Region Trier):
Ob das Ziel der Zurückgewinnung von Retentionsflächen, wie in der Wasserrahmenrichtlinie postuliert, in den bebilderten Gebieten bereits gelungen ist, davon kann sich der Interessierte anhand der Fotos und jetzt nach dem Hochwasserabfluss an Ort und Stelle selbst vergewissern.





Pflanzaktion von Umweltverbänden und Landesbehörden an der Kyllmündung



Die Schwarzpappel gehört mit knorrigem Wuchs, rissiger und schwarzer Rinde zu den imposantesten Baumgestalten unserer Heimat. Leider findet man sie fast kaum noch. In ganz Rheinland-Pfalz sind derzeit nur noch ca. 200 Exemplare bekannt. Der enorme Rückgang in den letzten 200 Jahren hat vor allem zwei Ursachen: Der Schiffbarmachung der großen Flüsse führte zur Beseitigung von Kies- und Sandbänken. Nur auf solchen weitgehend vegetationsfreien Flächen vermag die Schwarzpappel zu keimen. Die zweite Ursache ist das Anpflanzen von Pappelarten und Kreuzungen (Hybriden) nordamerikanischer Herkunft. Sie sind raschwüchsiger als die Schwarzpappel und beherrschen deshalb heute in den Flussauen das Landschaftsbild. An der Mosel gibt es urwüchsige Vorkommen der Schwarzpappel nur noch im lothringischen Flussabschnitt. Auf deutscher Seite starben die letzten Exemplare in der Gegend von Cochem vor einigen Jahren wegen Überalterung.
Pappelheister und Aktive
Nachdem im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen der Bereich der Kyllmündung durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) in den vergangenen zwei Jahren renaturiert wurde, hat dort wieder eine natürliche Gewässerdynamik eingesetzt. Umgefallene Weiden lenken die bisher geradlinige Strömung der Kyll um, so dass sich an ihr wie auch an den neu geschaffenen Flutrinnen wieder Sandbänke bilden können. Damit entstehen Standorte, die für den Aufwuchs der Schwarzpappel geeignet sind. Das brachte die Umweltverbände BUND, NABU und POLLICHIA auf die Idee, durch Anpflanzen einiger Schwarzpappeln deren Wiederansiedlung in Gang zu setzen. Nachdem zunächst ein Jahr lang vergeblich versucht wurde, an einheimisches Pflanzmaterial zu kommen, fand man in der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (Trippstadt) endlich den richtigen Ansprechpartner. Deren Mitarbeiter Bolko Haase und Patrick Lemmen engagierten sich sofort für das Projekt und stellten kostenlos 10 genetisch geprüfte Heister zur Verfügung, die teils von den verschwundenen Exemplaren bei Cochem, teils von Altbäumen aus Siersburg bei Merzig stammen.
Am 24. März 2010 trafen sich die Herren aus Trippstadt an der Kyllmündung mit Frank Huckert (BUND), Roland Janca (LBM), Dr. Hans Reichert (POLLICHIA) und Manfred Weishaar (NABU), um in gemeinsamer Aktion 10 Schwarzpappeln zu pflanzen. Einige Tage zuvor waren in Zusammenarbeit mit Frau Dr. Constanze Buhk (früher Universität Trier, jetzt Landau) geeignete Pflanzstellen ausgesucht worden. Frau Buhk betreut ökologische Forschungsarbeiten im Kyllmündungsgebiet.
LBM,NABU und Schwarzpappeln
Wenn die Bäumchen herangewachsen sind und Früchte bilden, können die behaarten und weit fliegenden Samen bei den vorherrschenden Südwestwinden von den ausgesuchten Pflanzstellen am besten die Sandbänke erreichen, die für die Keimung geeignet sind. Darüber und über vieles andere mehr wurde zwischen den Behördenmitarbeitern und den Umweltaktivisten in angenehmer Atmosphäre gefachsimpelt. Man entdeckte viele gemeinsame Interessen, die wohl zu weiterer Zusammenarbeit führen werden.





Geplante Baumfällungen auf der Kenner Flur



Pappeln am Moselufer bei Kenn/Schweich
Es soll wieder mal einigen Bäumen, diesmal am Moselufer bei Kenn, an den Kragen gehen.
Das Wasserschifffahrtsamt plante, mit dem Argument der Verkehrssicherung und dem Schutz von Anglern und Spaziergängern, vorwiegend Pappeln auf der Kenner Flur zu fällen.
Bei den Überlegungen spielte auch die (irrige) Meinung eine Rolle, dass die hauptsächlich betroffenen Hybrid-Pappeln ökologisch weniger wertvoll als z.B. die Schwarzpappel seien.

Dass dies nicht so ist, wird in folgendem Fachartikel belegt.
Die Behörde hat sich nach einer Ortsbegehung mit den Naturschutzverbänden und der Unteren Landespflege überzeugen lassen und will jetzt selektiv brüchige Äste entfernen und wenige Pappeln ganz fällen...
Aufgebrochene Rinde - Insektenreservat
...und so Insekten und potenziell auch Fledermäusen den Lebensraum lassen.







Dendrocopos - eine Fundgrube zu Fauna und Flora der Region Trier



Der Mittelspecht auf dem Titelblatt
Vor 34 Jahren erschien, initiiert von Karl-Heinz Heyne und getragen vom NABU, das erste, noch recht dünne Heft des Dendrocopos. Der Name ist die wissenschaftliche Bezeichnung für den Mittelspecht. Wie auch der damalige Untertitel „Ornithologische Mitteilungen aus dem Raum Trier“ zeigt, diente die Zeitschrift zunächst den Ornithologen als Mitteilungsorgan. 1981 wurde der Naturschutz in den Untertitel aufgenommen.

Ab 1984 lautet dieser „Faunistik, Floristik und Naturschutz in der Region Trier“. Damit waren alle Bereiche der Feldbiologie abgedeckt. Dass die Botanik zur Geltung kam, ist vor allem Ralf Hand zu verdanken, der ab 1984 regelmäßig über bemerkenswerte Neufunde von Blütenpflanzen berichtete.

Heute ist der Dendrocopos die Zeitschrift schlechthin für nicht zu umfangreiche und möglichst aktuelle Aufsätze zur Pflanzen- und Tierwelt unserer Region. Sein begrenzter Umfang und seine drucktechnisch einfache Aufmachung bringen Vorteile gegenüber größeren Fachzeitschriften wie „Decheniana“ (Bonn) oder „Mainzer Naturwissenschaftliches Archiv“. Die Autoren müssen dort oft längere Wartezeiten in Kauf nehmen, bis die redaktionelle Prozedur durchlaufen ist und ihre Artikel erscheinen. Beim Dendrocopos konnte man stets sicher sein, dass ein Beitrag im nächsten Heft erscheint. Das schätzen nicht nur Freizeit-Botaniker und -Zoologen, sondern z. B. auch der Universitätswissenschafter Klaus Cölln und seine Diplomanden und Doktoranden, die zahlreiche entomologische Arbeiten mit hervorragenden Illustrationen beigetragen haben.
In den 34 Jahren hat sich im Dendrocopos ein ernormer Fundus an biologischen und ökologischen Daten über den Bereich des ehemaligen Regierungsbezirks Trier angesammelt. Um ihn leichter zugänglich zu machen, stellen wir hier die Inhaltsverzeichnisse sämtlicher Hefte ins Netz und machen sie so für alle Internetnutzer direkt abrufbar.
Allerdings konnten nur bei den neueren Bänden (14-35) wegen des besseren Druckbildes die Inhaltsverzeichnisse mit einem Texterkennungsprogramm (OCR) gescannt werden. Das heißt, bei diesen besteht die Möglichkeit, mit Suchbefehlen und Stichworten zu arbeiten und damit rasch zu interessierenden Titeln zu gelangen.
Aus diesen Verzeichnissen lassen sich Textpassagen kopieren, in ein Textverarbeitungsprogramm (z.B. Word) einfügen und beliebig umformatieren.

Die Inhaltsverzeichnisse der Hefte 1 bis 13 sind als Abbild (Image) erscannt, in dem keine Suche nach Textteilen möglich ist.

Die Inhaltsverzeichnisse hat unser Mitarbeiter Dr. Hans Reichert (reichert-trier@t-online.de) aufbereitet.
Um sich einen Überblick über die Inhalte einzelner Hefte zu verschaffen oder - in den Heften 14 bis 35 - gezielt nach Stichworten zu suchen, sind hier deren Inhaltsverzeichnisse aufgelistet:







Erna aus Kirn/Hunsrück blättert im Foto-Album



Haus im Hunsrück-Dorf
... und denkt bei sich:

„In diesem Haus habe ich meine ganze Kindheit und Jugend verbracht“.
Haus im Hunsrück-Dorf
... und sagt bei diesem Bild zu ihrem Mann:

„Das war doch das Haus neben der Sangria-Bar, im Urlaub 1998 an der Costa Brava“.







Treffen mit OB Jensen



Am 12.6.2007 trafen sich vier Mitglieder des Runden Tisches (RT) der Naturschutzverbände BUND, NABU und POLLICHIA mit dem neuen Oberbürgermeister von Trier, Klaus Jensen.
Wir wollten nicht wie andere vor uns einen langen Forderungskatalog vorlegen, sondern hatten uns zuvor auf folgende drei Schwerpunktthemen geeinigt:
Das Gespräch dauerte bei Mineralwasser und in sehr guter Atmosphäre etwas mehr als eine Stunde und zeigte. dass Klaus Jensen aus seinem Wahlkampf weder das Thema „Trier - Stadt am Fluss“, noch die Themen „Öffentlicher Nahverkehr“ und „Bürgerbeteiligung“ vergessen hatte.

Zu dem ersten Thema wird am 14. September 2007 ein Symposium in der Europäischen Kunstakademie unter Leitung eines professoralen Stadtplaners stattfinden. Zum Thema Bürgerbeteiligung ist eine mehrtägige Vortragsreihe an der Uni geplant.

Bei dem Thema Verkehr unterstützt er die von Bund und Land initiierte Studie zu den Verkehrströmen in der Region, um endlich die Diskussionen um Für und Wider von Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn auf eine verlässliche Basis zu stellen. Was die Verkehrsbelastung in der Stadt selbst betrifft, hat er jeden Tag Gelegenheit sich zu wundern, dass selbst Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die einen kürzeren Weg als er (Schammatdorf - Rathaus, ca. 2,5 km) haben, für die Fahrt zur Arbeitsstelle das Auto nehmen. (Hier sei angemerkt, dass sogar sein Vorgänger im Amt, Herr Schröer, obwohl nicht gerade ein Autofeind zu nennen, mutmaßte, dass der Mensch in der nächsten Evolutionsstufe mit Rädern statt Beinen geboren wird.)

Da die Themen Wohnen und Verkehr sich gegenseitig stark beeinflussen, wird Herr Jensen auch versuchen, innerstädtische Wohngebiete auszuweisen, um z.B. Pendlern aus Luxemburg Wohnraum anzubieten und dadurch Autoverkehr zu verringern. Auch der Schienennahverkehr auf der Osttangente mit weiteren Haltestellen sowie die aktuell diskutierte Verknüpfung mit dem Luxemburger ÖPNV werden ihn weiter beschäftigen. Innerstädtische Bebauungsvorhaben werden in jedem Einzelfall gegen unserer Forderung, auch mal auf eine Bebauung zu verzichten und vernetzte Grünflächen anzulegen, abzuwägen sein.







Golfpark Tawern/Fellerich



Klingt gut, was ein Luxemburger Investor mit Unterstützung von Mandatsträgern wie dem Konzer Bürgermeister Winfried Manns auf dem Fellericher Plateau plant: Leben auf dem Golf.
Wenn die schönen Worte dann erst mal verklungen sind, stellt sich, zumindest bei allen Naturfreunden, das Entsetzen ein: Ein Mammut-Projekt mit 400 Wohneinheiten, einem Hotel und einem 27-Loch-Golfplatz ist auf einer Fläche von ca. 190 ha geplant. Eine Wohnbebauung, die sich „wie Polypenarme auf begehrten Hanglagen entlangzieht“ (Dr. Hans Reichert, POLLICHIA).
Dass möglicherweise die Zielgruppe betuchter Luxemburger und Luxemburg-Pendler ins Schwärmen gerät, aber sicher nicht alle Anwohner, Grüne und Naturschutzverbände, kam in diversen Presseberichten (Trierischer Volksfreund Ostern 2007 und 19.4.2007) und bei einem Ortstermin der Naturschutzverbände am 11.5.2007 zum Ausdruck. An diesem Tag protestierten ca. 40 Menschen gegen dieses Vorhaben und dem einen oder anderen werden wohl zum ersten Mal bei der abschließenden Begehung des Geländes die riesigen Ausmaße (ca. 2 km in der Südwestachse) klar geworden sein.
Ernst-Christian Walter (NABU Region Trier) betonte den gewaltigen Eingriff in einem zwar landwirtschaftlich genutzten, aber wohlstrukturierten Landschaftsbereich und die Zerstörung von Tier- und Pflanzenarten, die nicht mehr auszugleichen wäre. Eine derartig massive Bebauuung im Außenbereich sei auch ein klarer Verstoß gegen die Vorgaben des neuen Landesentwicklungsprogramms (LEP) IV.
Wie andere Naturschutzvertreter wies auch Hans Fiebig vom Landesjagdverband auf die erhebliche zusätzliche Verkehrsbelastung hin. Die Anwohner von Temmels und Fellerich hätten unter einem gewaltigen, zusätzlichen Verkehr von Gästen und Golfparkbewohnern (zum Vergleich: Fellerich mit ca. 200 Einwohnern, Golfpark mit ca. 1200 weiteren Bewohnern) zu leiden, der sich sicher nicht durch den Bau eines Kreisels in Temmels in Luft auflösen werde.
Wie diejenigen, die dem Projekt zustimmen oder bereits Land verkauft haben (man spricht von 3 Euro pro qm), diesen Ausverkauf gegenüber ihren Kindern und Enkeln rechtfertigen könnten, sorgte sich Manfred Weishaar vom NABU Region Trier. Das Land sei nicht nur für die Natur oder eine landwirtschaftliche Nutzung verloren, sondern auch für eine sanfte, naturverträglichere Bebauung nachfolgender Generationen.
Kritisch sah Frank Huckert (BUND Trier-Saarburg) die Frage der Bewässerung und der Brunnenbohrungen. Ein hydrogeologisches Gutachten sei unbedingt erforderlich, die vorgesehenen Regenwasserbecken gerade in den zukünftig trockeneren Sommern nicht ausreichend.
Dr. Hans Reichert (POLLICHIA) stellte einen Bezug zu der Klimaprognose des Umweltbundesamtes für Rheinland-Pfalz für 2100 her, in der wegen der Erderwärmung zwar keine Gefahr für große Gewässer wie die Mosel, jedoch für kleinere Nebenflüsse und Einzugsgebiete vorausgesagt wird. Danach werden wohl Bäche, Quellen und Feuchtgebiete mit kleinen Einzugsgebieten nicht überleben. Die begrenzten Wasservorräte werden im Sommer bald aufgebraucht sein. Diese Situation dürfe auf dem Fellericher Plateau nicht durch intensive Bewässerung einer Spielwiese (Golfplatz) verschärft werden.

Dass das Fellericher Plateau keine öde Landwirtschaftswüste ist, können Sie hier lesen.
Eine Stellungnahme zum Raumordnungsplan und Schreiben an verantwortliche Behörden finden Sie hier.

Mittlerweile hat sich auch die „höhere“ Politik des Themas angenommen. Die Bundestagsabgeordnete von Bündnis90/Die Grünen, Ulrike Höfken, lud am 16.8.2007 zu einer Informationsveranstaltung auf dem Fellericher Plateau ein. Unterstützt wurde sie von Sabina Quijano, der Fraktionssprecherin der Grünen im VG-Rat Konz und dem Landschaftsplaner Andreas Hartenfels, Parteiratsmitglied der Grünen in Rheinland-Pfalz.
Auch nach der Beantwortung zweier Anfragen durch die Landesregierung sind Bündnis90/Die Grünen der Auffassung, dass das Vorhaben vielen Zielen der Landesentwicklung widerspricht.
Hier können Sie die Pressemitteilung lesen, die am 13.7.2007 verschickt wurde.

Obwohl das geplante Projekt in seiner Art und Dimension einzigartig in Rheinland-Pfalz ist und der Investor in Luxemburg am Widerstand von Naturschützern, Behörden und Betroffenen bereits ein Mal scheiterte, tauchen hier wie an anderen Orten immer wieder Argumente und Behauptungen bzgl. der Naturverträglichkeit von Golfplätzen auf, die nicht haltbar sind.
Wir haben auf der folgenden Internetseite Aspekte zusammengetragen, die sich mit der Wohnbebauung und dem Golfplatz beschäftigen. Lesen Sie hier unsere Argumente zum Golfpark Tawern/Fellerich.








Kahlschlag an der Mosel im FFH



Man kann das, was Ende 2006 zwischen Trier und der Ehranger Autobahnbrücke entlang der A 602 geschah, nur als „ Tabula rasa“ (Zitat: Manfred Weishaar, NABU Ortsgrupe Ruwertal) bezeichnen. Der gesamte Bewuchs an der moselseitigen Böschung und größtenteils in der Ebene zur Mosel wurde bis auf die Baumstümpfe rasiert.
Dies alles geschah in einem FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat), das von der Stadt Trier und der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz als 5908-301 Mosel ausgewiesen ist.

In der nachfolgenden Karte sind die beiden Teilflächen das FFH-Gebiets dunkelrot umrandet, die Ruwermündung ist mit blauem Kreuz gekennzeichnet.
Die darunter gezeigte Luftbildaufnahme der nördlichen der beiden Teilflächen markiert das geschützte Gebiet links der gelben Linie. Dieses reicht oben bis zum Fahrbahnrand, wobei auch der dichte Baumbestand der Moselaue zu erkennen ist.




„Ganze Arbeit“ geleistet hat die Autobahnmeisterei Schweich unter ihrem Leiter Walter Druckenmüller, der, wie auch andere in solchen Fällen mit „Verkehrgefährdung und Sichtbehinderung“ argumentiert. Außerdem war ihm neu, dass auch die Autobahnböschung zum FFH gehört.
Der Kahlschlag zieht sich über eine Länge von 1600m mit einer Breite von 10m bis 30m hin, sodass man von ca. 5 ha Rodungsfläche ausgehen muss. Die brachiale Vorgehensweise, über die man nur den Kopf schütteln kann, zeigen die folgenden beiden Bilder.





Für NABU-Mitglied Patrick Jaskowski sind neben ca. 70 Jahre alten Weiden auch geschützte Vogelarten wie Kleinspecht und Nachtigall verloren bzw. gefährdet.
Mit dem Bewuchs wurde auch ein wichtiger Staub- und Geräuschfilter beseitigt, Auwald wurde zerstört, es wurde gegen diverse nationale und internationale Umweltschutzgesetze verstoßen und und und... Wie eine adäquate Kompensation aussehen könnte, ist nur schwer vorstellbar.

Um es in Abwandlung eines Sprichwortes auszudrücken: „Das Kind ist in den Brunnen gestoßen worden“ und es muss jetzt etwas geschehen. Eine geplante Ortsbegehung mit den beteiligten Behörden ist „wegen Hochwasser und Zuständigkeitsfragen“ geplatzt; bis heute (April 2007) fand kein Dialog mit Naturschutzvertretern, außer indirekt über die Presse, statt.
Wir haben uns entschlossen, eine Beschwerde an die SGD Nord als obere Naturschutzbehörde zu verfassen, die hier zu lesen ist.
Im Verlauf des März war - zwar nicht offiziell in Form einer Antwort - zu hören, dass die untere Naturschutzbehörde aufgefordert worden sei, eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Leiter der Autobahnmeisterei Schweich einzuleiten.
Über den weiteren Gang der Dinge halten wir Sie auf dem Laufenden.







Der Mattheiser Wald wird 2003 Naturschutzgebiet




Der Stadt Trier ist ein neues Naturschutzgebiet geschenkt worden, mit 447 ha wurde das Naturschutzgebiet "Mattheiser Wald" am 25. August 2003 im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz amtlich bekannt gemacht. Zusätzlich zur Bekanntmachung durch den Staatsanzeiger wurde das Gebiet am 21. Oktober von der SGD Nord in einem feierlichen Akt übergeben.

Frau Starke und Herr Rublack sowie Herr Niebling und Herr Ammel von der Stadt Trier, sowie die Initiatoren zur Ausweisung des Gebietes - Frau Gisela Schmidt und die Vertreter der Naturschutzverbände Patrick Jaskowski und Frank Huckert - sowie die Presse waren bei der Übergabe in dem Naturschutzgebiet anwesend.




Es wurde insbesondere das Engagement von Frau Gisela Schmidt hervorgehoben, außerdem wurde auf die Bedeutung für Flora und Fauna als geschütztes Rückzugsgebiet sowie der Bevölkerung von Trier als Nutzer des Naherholungsgebietes aufgezeigt. Es war den Anwesenden klar, dass zum Erhalt des Gebietes ein Pflege- und Entwicklungsplan aufgestellt und die Inhalte auch ausgeführt werden müssen. Neben einer geeigneten Wegeführung müssen die Laichplätze der Amphibien (insbesondere Gelbbauchunken und Molche) offen gehalten werden. Schautafeln zu Erläuterung der Ökologie im Schutzgebiet wurden mittlerweile aufgestellt.

Da der Mattheiser Wald auch als FFH-Gebiet vorgeschlagen und angenommen wurde, ist die SGD Nord in der Pflicht, einen entsprechenden Managementplan aufzustellen. Wir von unserer Seite hoffen, dass den Verantwortlichen der Stadt Trier und auch der Bevölkerung von Trier bewusst ist bzw. bewusst wird, welche Möglichkeiten für Tourismus, Naherholung bzw. Anziehungspunkt für Naturliebhaber usw. ihnen mit der Ausweisung des Gebietes gegeben sind.

(Weitere Informationen zum NSG „Mattheiser Wald“ sind auch hier zu lesen.)







Naturobjekte 2009




Verliehener Titel Naturobjekt   Internet-Adresse
       
Baum des Jahres Elsbeere   www.baum-des-jahres.de
Blume des Jahres Moorlilie   www.stiftung-naturschutz-hh.de
Biotop des Jahres Viehweide   www.na-hessen.de
Fisch des Jahres Äsche   www.vdsf.de
Gemüse des Jahres Erbse   www.nutzpflanzenvielfalt.de
Landschaft des Jahres Slowakischer Karst   www.nfi.at
Orchidee des Jahres Manns-Knabenkraut   AHO-Niedersachsen
Pilz des Jahres Roter Gitterling   www.dgfm-ev.de
Vogel des Jahres Gartenrotschwanz   www.nabu.de
Wild-Tier des Jahres Luchs   www.sdwi.de
Insekt des Jahres Große Kerbameise   www.nabu.de
Schmetterling des Jahres Großer Schillerfalter   bund-nrw-naturschutzstiftung.de
Spinne des Jahres Gemeine Labyrinthspinne   www.arages.de
Gefährdete Nutztierrasse des Jahres Limpurger Rind   www.g-e-h.de
Streuobstsorte des Jahres Kaiser Wilhelm   www.nabu.de/themen/streuobst
Boden des Jahres Brauner Auenboden   www.dbges.de